VERLIEBTE PLANETEN
MAMADOU DIAKHATHÉ
MALER UND PHILOSOPH
SENEGAL - BONN
14. Oktober bis 16. Dezember 2007
Beim Betrachten der Werke des senegalesischen Malers M. Diakhaté, könnte man annehmen, mehrere Persönlichkeiten schlummern in seiner Seele: die Vielfalt der Stile, Genres, Sujets und die Anmutung unterschiedlicher Techniken lassen zunächst mehr als einen Produzenten vermuten. Eines haben diese Werke allerdings gemeinsam: die Offenheit für Farbspiele und- experimente, die in ihrer Intensität eine besondere spirituelle Kraft entwickeln. Seine Malerei zeigt ein permanentes freies –Zusammenspiel von Figuration, Abstraktion und Informellem , das souverän kontemplativ-meditative Stille als auch anarchisch- explosive Urkraft in sich vereint.
Sie verdankt ihre Bildauffassung und Behandlung der Farbe gewiss der Begegnung mit der klassischen Moderne, Geist und spirituelle Energie entstammen aber sichtbar einem anderen Kulturkreis. Die Einflüsse der europäischen und afrikanischen Kulturen finden sich so immer wieder in den Werken Mamadou Diakathés. Erfährt man mehr über seine Schaffensphilosophie, so verändert sich der analysebedürftige (europäische) Blick des Betrachters und findet etwas vor, wonach seine Seele nicht selten Ausschau hält: eine verbildlichte geistige Haltung, der ein komplexes Welt umfassendes Gedankengebäude zu Grunde liegt; das wiederum ganz schlicht auf den drei menschlichen Grundidealen basiert: Toleranz -Liebe - Harmonie. Der „Schlichtheit“ dieser Ideale entsprechend produziert der studierte Maler (Hochschule der Schönen Künste Marseille und Associoation Philotechnique Paris) sein Ouevre seit längerem in der schlichtesten und primärsten Maltechnik die wir kennen.
Ausschließlich mit den Fingern gemalt , überträgt sich seine Intuition direkt ins Material ohne einen Mittler in Form eines Pinsels zur Hilfe zu nehmen.
Mamadou Diakathé lebt seit 1972 in Deutschland , von 1976 bis 1982 war er stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für afrikanische Kultur. Seine Austellungen brachten ihn in, im Lauf der Jahre, drei Kontinente: Afrika, Europa, Amerika, regelmäßig jedes Jahr kehrt er für drei Monate in seine Heimat , den Senegal zurück , wo er in seinem dortigen Atelier arbeitet und unterrichtet.
Die Ausstellung mit den Werken Diakathés wird am Sonntag, den 14. Oktober um 11 Uhr in der Bettendorffschen Galerie Im Schlossgarten eröffnet , Ausstellungsdauer bis zum 16.Dezember.
